Abrechnungstipps

  1. moonwoman
    Ich bin in der KArdiologie , kennt da jemand die wichtigsten Ziffern ?
  2. eike
    Ja klar, aber die wolltest Du im April schon wissen, kennst Du sie immer noch nicht?
  3. MFA
    Kurze Zwischenfrage an die IG:

    Dürfen wir bei den neuen Gerinnungshemmern (Pradaxa, Xarelto) eigentlich auch die Ausnahmekennziffer 32015 ansetzen, damit der Auftrag nicht budgetiert ist, oder gilt die 32015 nur für Quick? Meiner Meinung nach gilt die AZ auch für Pradaxa / Xarelto, der Leistungstext lautet ja "...Behandlung mit oralen Antikoagulantien...", die Chefs meinen aber, das gilt nur für Marcumar / Falithrom, weil da engmaschige Kontrollen notwendig sind, die sonst arg ins Geld gehen würden.

    Wir bekommen aus den Kliniken nun immer mehr Patienten, die auf Pradaxa eingestellt werden (als wenn die Kliniken dafür Geld bekommen kein Phenpro mehr zu nutzen), aber irgendwie weiß nichtmal unser Labor, ob die Ausnahmekennziffer auch für die (eigentlich nur sporadisch erforderliche) Kontrolle unter Pradaxa ansatzfähig ist. Weiß das einer von euch, oder muss ich da mal bei KV / KBV nachfragen?

    Schönes Wochenende an alle und ein liebes Dankeschön
  4. june27
    Gute Frage - ich habe keine Ahnung !
    Wenn man nach dem Leistungstext der Ziffer geht, dann müsste es gehen. Aber die Argumente Deiner Chef's sind auch nicht so verkehrt !
    Bei uns ist es eher das Xarelto, dass die Patienten im Krankenhaus bekommen haben - nimmt aber auf jeden Fall immer mehr zu.
    Werde mal am Montag versuchen, bei der KV nachzufragen! Das wird ein Spaß !!!
  5. june27
    So, haben dann heute morgen mal bei der KV nachgefragt und auch prompt eine Antwort bekommen!
    Die 32015 dürfen wir auch bei den Patienten abrechnen, die die neuen Gerinnungshemmer nehmen. Relevant wäre hier der Leistungstext der Ziffer und nicht die Häufigkeit der Blutkontrollen.
  6. MFA
    Das ist ja cool, vielen Dank

    Haben heute einen unserer Patienten mit den neuen Gerinnungshemmern in die Klinik eingewiesen, weil er es irgendwie nicht mitbekommen hat, dass er das Marcumar nun nach der Umstellung absetzen soll.
    Und die Klinik wollte ihn erst nicht haben, weil kein Mensch weiß, was passiert, und was zu tun ist, wenn man beide Medikamente genommen hat
  7. eike
    Oh, lese es erst jetzt. Ja, darf man ansetzen, obwohl man den Quickwert dafür ja nicht braucht. Es sollen ja nur die TZ und ggfl. die Leberwerte nötig sein, ist das so richtig? Wir haben schon wenige Pat. auf Pradaxa umgestellt, aber die werden von ihren HÄ betreut.
  8. june27
    In habe irgendwo gelesen, dass man die Nierenfunktion (Krea-Clearance) im Auge behalten sollte, wenn die Patienten Pradaxa nehmen. Leberwerte kann ich jetzt nicht so sagen, ist aber bestimmt nicht verkehrt!

    @MFA: Und, was hat die Klinik jetzt gemacht bei dem Patienten?
  9. MFA
    @eike: Wir fordern zum Monitoring Thrombin-Inhibitor-Test (Dabigatran-Plasmakonzentration), TZ und aPTT an.

    Zusätzlich 1-2x im Jahr ALT, AST, yGT, AP und ggf. Bilirubin, mindestens 2x im Jahr auch Creatinin oder Cystatin C zur Überwachung der Nierenfunktion.

    Wegen der Gefahr von Anämien / gastrointestinalen Blutungen ist auch fast immer ein Blutbild dabei. Die Chefs nehmen eher großzügig Blut ab, gerade auch, weil in der Fachinformation ständig steht "keine Daten vorhanden", "keine Studien durchgeführt", "am Menschen noch nicht untersucht"...

    @June: nur Beobachtung und Absetzen des Marcumars. Nach 4 Tagen Klinik, davon den 1. auf der Intensivstation, und sehr vielen Laboruntersuchungen später hat man sich entschieden ihn dann wieder gehen zu lassen...

    LG und schönes Wochenende zusammen
  10. eike
    Im grunde genommen gehört der Pat. durchgecheckt incl. Hämoccult-Test. Wir hatten schon 2 mit akuten Darmblutungen
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