KLEIN– ABER – OHO
Bist etwa klein du von Gestalt, dann lasse dich das völlig kalt.
Denn von den Großen weiß nicht einer: Es ist viel besser, wenn man kleiner.
Wenn beispielsweise diese Großen, andauernd sich die Köpfe stoßen
und dann mit Beulen an den Stirnen und oft erschütterten Gehirnen
torkeln häufig wie besoffen - klein ist man davon nicht betroffen.
Das Hirn ist immer noch intakt, wenn` s bei den Großen längst schon knackt.
Wenn beispielsweise diese langen, tagtäglich um ihr Leben bangen,
weil ja da oben – wie ihr wisst - die Luft zum Atmen dünner ist,
dann schreckt den Kleinen nicht der Tod; reichhaltig ist das Angebot
an Sauerstoff in seinen Sphären.
Wenn Riesen sich dagegen wehren, dass sie beim Anziehn ihrer Socken
sich mühsam müssen runter hocken - der Kleine hat nie dies Problem;
er macht das alles ganz bequem.
Wenn nachts auf seiner Lagerstatt, der Große kalte Füße hat
oder am Halse friert vielleicht, weil seine Zudecke nicht reicht -
es fühlt sich wohl im Bett der Kleine, warm sind sein Hals und seine Beine.
Wenn Große nie zu sehen kriegen, die Dinge, welche tiefer liegen -
der Kleine sieht auf Anhieb sie, hat, sie zu finden, keine Müh `.
Ein Zwerg – was hiermit sei bewiesen - ist überlegen jedem Riesen.
Das macht ihn selbstbewusst und froh: Er ist zwar klein – aber oho!
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