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02.02.2012, 19:41
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Umgang mit nervigen/ agressiven Patienten und Pharmavertretern Beitrag #17 (permalink)
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The Grinch
Registriert seit: 03.04.2010
Ort: zwischen den Meeren
Beiträge: 2.282
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Nee, den Tag verderben lassen darf man sich von solchen Menschen nicht, man muss sowas an sich abprallen lassen und dem Patienten zeigen, wer der Herr im Haus ist und dass er auch nicht schneller seinen Willen bekommt, wenn er schreit.
Die Kunst ist es, dem Patienten das so beizubringen, dass er sich nicht angegriffen oder provoziert fühlt. Nachgeben bis zu einem gewissen Punkt (der Kunde ist König) aber den Bücker muss man auch nicht spielen. Je selbstsicherer man auftritt, umso weniger Diskussionen gibt es. Und wenn der Patient seine Antihypertonika erst bekommt, wenn er zur RR- und jährlichen Augen- / Laborkontrolle war, weil der Arzt das so wünscht, dann ist das so. Der gleiche Patient würde dem Arzt im umgekehrten Fall den Hintern wegklagen, wenn aufgrund unterlassener Kontrollen eine Verschlechterung oder ein Spätschaden entsteht.
Und Kassengebührdiskussionen gibt es bei uns gar nicht mehr, wir haben einen Flyer erstellt, der den Krankenkassen den schwarzen Peter zuschiebt (wir verwenden auch nie den Begriff Praxisgebühr, sondern stets Kassengebühr), denn die profitieren davon, wir haben nur den Inkassoauftrag.
Sehr viel penetranter sind aber die Uni-Kliniken, die rückwirkend datierte Überweisungen haben wollen, weil sie auf nach der Untersuchung datierte Ü-Scheine nicht abrechnen können. Aber auch das halten wir uns immer mehr vom Hals, wenn der Patient es verschwitzt, sich vor dem Termin in der Poliklinik eine Überweisung zu besorgen, dann hat er Pech. Letztlich stellen wir die Scheine dann doch zähneknirschend aus, weil die Uni die Behandlung sonst gar nicht abrechnen kann und dem Patienten eine Privatrechnung schickt, dann brennt immer die Luft. Ist im Endeffekt auch nicht unser Problem, aber solche Diskussionen nerven mich persönlich am Meisten, noch mehr als diese bescheuerten Apotheken-Anrufe, weil Herr Schmidt Randale macht, wenn er nicht die Tabletten der Firma XY bekommt.
Und statt den Patienten darauf hinzuweisen, dass er sich die Firma selbst aussuchen kann, das Medikament dann aber erstmal selbst zahlen muss, bis er von der Kasse eine anteilige Erstattung bekommt, hetzen die Apotheken uns die Patienten in die Praxis, um ein aut-idem-Kreuz zu bekommen. Und wenn wir das nicht machen, dann sind wir die bösen.
Ich freue mich so auf den Tag, wo wir nur noch Wirkstoffe aufschreiben und gar keine Firmen mehr angeben
Geändert von **MFA** (02.02.2012 um 19:51 Uhr)
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02.02.2012, 22:40
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Umgang mit nervigen/ agressiven Patienten und Pharmavertretern Beitrag #18 (permalink)
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Erfahrener Benutzer
Registriert seit: 16.03.2011
Ort: Niedersachsen
Beiträge: 585
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Unsere Patienten sind immer sehr nett und lieb, das jemand mal ausfallen wird, ist ca. 1 x pro Jahr.
Bei der Praxisgebühr sagen wir auch immer Kassengebühr und nennen es den "Zwangsbeitrag der Krankenkassen". Wenn Sie sich dann doch noch äußern geht es meistens auf Kosten der KK bzw. auf das Gesundheitsministerium...
LG Kids
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03.02.2012, 06:48
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Umgang mit nervigen/ agressiven Patienten und Pharmavertretern Beitrag #19 (permalink)
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Erfahrener Benutzer
Registriert seit: 14.01.2006
Beiträge: 6.719
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Also total aggresive Leute gibts bei uns nicht, nur unverschämte. Die bekommen ihre Antwort und fertig oder nur "einen Blick" von mir ...
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04.02.2012, 21:02
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Umgang mit nervigen/ agressiven Patienten und Pharmavertretern Beitrag #20 (permalink)
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Azubine
Registriert seit: 20.01.2012
Ort: Niedersachsen
Beiträge: 18
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Mich würde mal interessieren, ob ihr es leicht findet den Umgang mit nervigen und unfreundlichen Patienten gut zu meistern.
Ich sehe immer mehr Patienten, die einen unerlaubt Dutzen (ok, ist jetzt für mich nicht dramatisch, aber unhöflich), einen anschnauzen wenn sie warten müssen, einen als ihr Werkzeug ansehen und einen rumkommandieren, grundlos unfreundlich sind (man kann einfach nicht immer alles auf eine Erkrankung schieben! da gibt es einfach auch oftmals nur pampige Leute...), etc.
Ich denke ihr kennt alle diese Palette. Wie reagiert ihr da?
Muss man alles kommentarlos und verständnisvoll hinnehmen, auch wenn es grundlos ist? Muss man alles abnicken und trotzdem lächeln, oder kann man auch mal freundlich "kontern" und den Patienten die Grenzen zeigen?
Ich finde es teils echt schwer noch "freundlich" zu bleiben, wenn die einen grundlos anpampen. Meistens stimme ich denen zwar zu a la "Ja, natürlich kann ich das verstehen, dass sie jetzt schon so lange warten und endlich mal drankommen wollen", aber wenn die dann irgendwann angreifend werden und nur noch nervig und trotzig, dann frage ich die schon warum die jetzt so beleidigend werden und was ich denn dafür kann. 
Leider zu oft... ich frage mich immer warum die Patienten denken es ist alles unsere Schuld? Wenn eben ein Patient mehr Zeit in anspruch nimmt weil es eben nicht nur ein Schnupfen ist, soll er Arzt ihn dann rausjagen? Aber wenns dann mal bei dem Patienten selber länger dauert ist es alles tutti. 
Mir fällt auch immer mehr auf, dass Patienten einen Dutzen oder als Werkzeug benutzen und rumkommandieren. Manchmal frage ich mich wo die die Manieren haben? Meine Mutter hätte mich damals achtkant gefaltet, wäre ich so mit den Arzthelfern, etc., umgegangen. Fremde einfach Dutzen, anhusten, anniesen, beleidigen, hetzen, anpaulen, etc. gehört sich doch nicht!
Ich beiße mir immer auf die Zunge und versuche sie zu verstehen (auch wenn sie im Unrecht sind). Aber manchmal gibt es eben Tagen wo ich denke "le**t mich doch am Ar***" und dann sage ich denen schonmal, dass ich es auch nicht ändern kann und dass sie eben noch warten müssen, oder dass anpaulen jetzt auch nichts hilft.
Irgendwann kann man eben auch nicht mehr 100%ig freundlich bleiben, auch wenn man muss. Ich habe da so einen "Lieblingspatienten", der kommt in die Praxis, direkt so (  ) ein Gesicht. Und die erste Frage "Wie lange dauert es denn?!" ... Ich weiß noch mein erster Kontakt mit ihm. Ich hatte ihm mit seinem Namen nicht im PC gefunden und ich meinte zu ihm dann "Könnte ich bitte Ihr Geburtsdatum wissen? Ich finde sie hier nicht namentlich..." (war wohlgemerkt mein erster Monat als MFA). Da pault er mich an "Was soll das denn?! Also gute Frau, wie unfähig ist das denn???!"
Boah. Seitdem ist da ein Hass... Er ist immer so unfreundlich, pamt alle so an!
Und dann meinte er einmal, er müsse draußen warten weil er ja sonst nie drankäme. Also bei uns an der Anmeldung... dann kam von mir auch nur das Kommentar "Dann aber hinter der Glastür! Wir verletzen wegen sowas nicht die Schweigepflicht."
Geändert von mastergirl123 (05.02.2012 um 13:31 Uhr)
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05.02.2012, 00:32
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Umgang mit nervigen/ agressiven Patienten und Pharmavertretern Beitrag #21 (permalink)
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LovelyBabe
Registriert seit: 15.11.2007
Ort: Schwarzwald
Beiträge: 271
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Ich bin absolut der Meinung daß man sich nicht alles bieten lassen muß! Wir haben Patienten denen reicht man einmal den kleinen Finger und sie fressen gleich den Arm. Hatte erst neulich eine die anrief und meinte sie baucht bis morgen eine Überwesung zum Gyn., ich meinte daß das kein Problem ist ich richte sie dann kann sie sie abholen. Das ginge aber nicht meinte sie, sie kommt nicht her ich soll sie ihr schicken, was wir ja schon auch machen nur wollte sie sie doch schon am nächsten Tag. Sagte ihr dann daß sie dann aber nicht morgen schon da ist. Si hat dann ganz trocken von mir verlangt daß ich sie doch nur vor 5 zur Post bringen muß! habe sie dann mal gefragt wie sie sich daß um 15 Uhr vorstellt wenn wir Sprechstunde bis 1 Uhr haben? Wir wären dochzu zweit, da könne doch mal eine schnell zur Post. HAb dann nett gesagt daß das nicht geht und sie sich in zukunft früher melden soll, sie ist dann doch noc gekommen!
Aber so sind viele... leider  Also nicht nur immer nicken und alles gefallen lassen, man kann durchaus ach was sagen, zwas auf nette art aber man kann! Sind doch nicht der Depp vom Dienst, dafür werden wir eifach zu wenig bezahlt
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05.02.2012, 09:34
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Umgang mit nervigen/ agressiven Patienten und Pharmavertretern Beitrag #22 (permalink)
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The Grinch
Registriert seit: 03.04.2010
Ort: zwischen den Meeren
Beiträge: 2.282
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Ist ja nett, dass sie dich nur darum gebeten hat, das Teil zur Post zu bringen. Ich wurde Freitagabend gebeten, noch ein Rezept direkt zuhause vorbeizubringen, weil die Tabletten gegen Bluthochdruck ja nur noch bis Samstagmorgen reichen würden... 
Und wie ich das dem einen Chef erzähle sagt er: ja dann fahr zu ihr hin, bring ihr das Rezept, dann misst du auch gleich noch den RR und dann kannst du das als MFA-Hausbesuch abrechnen. Toll für ihn, aber was habe ICH davon? 
Statt man mal Paroli bietet und sagt "Da hätten Sie sich doch auch mal einen Tag früher melden können, wir faxen das Rezept gerne noch an die Apotheke, aber wie die Pillen zu Ihnen kommen, müssen Sie dann mit der Apotheke klären", nö, es könnte ja sein, dass der Patient dann nicht mehr wiederkommt...
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05.02.2012, 10:01
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Umgang mit nervigen/ agressiven Patienten und Pharmavertretern Beitrag #23 (permalink)
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LovelyBabe
Registriert seit: 15.11.2007
Ort: Schwarzwald
Beiträge: 271
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@MFA...das kenne ic nur zu gut. ich würde manchmal so gerne etwas strenger zu den Patienten sein, aber da mein Chef zu gutmütig ist kann ich das einfach nicht! Das nervt wirklich, weil mein Chef zuviel mit sich machen läßt müssen wir es auch!
Wir haben eine Familie al Patienten da hat die Frau so alle 2 Wochen Montags oder Dienstags eine Nierenkolik und schmerzen wie blöde wohl. Die rufen an sagen, sagen sie dem Chef er muß kommen! Meistens rufen sie aber zu zeiten an wo der Chef schon weg ist. Also haben wir immer gesagt, okay, ich muß halt mal schauen ob ich ihn auf dem Handy noch erreiche, es wird dauern. Denn wir sind sozusagen eine LAndpraxis, und wenn er auf irgendwelchen Höfen beim Hausbesuch ist hat er keinen Emfang, genausoweni in unserem Altersheim.
Ja nachdem wir dann auch mal gesagt haben sie könnten mal vor 11 anrufen, denn da hat sie sicher auch schon die kolik, haben sie sich beim Chef beschwert, sowas wollen sie nicht hören das sei unfreundlich. Hallo? Das war nur ein Tipp, denn es wäre dann für alle einfacher. Wir müßten nicht hoffen daß wir chef noch erreichen, der müßte nicht nochmal extra kommen um noch Rezepte zu holen und die könnten sicher sein er kommt.
Aber mein Chef sagt ja nichts, sagt nur zu uns wir sollen in zukunft nur noch okay sagen und ihn versuchen zu erreichen!
DANKE!!!!
Ach Gott ih könnte Geschichten erzählen, so wie wir alle denke ich!
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05.02.2012, 12:07
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Umgang mit nervigen/ agressiven Patienten und Pharmavertretern Beitrag #24 (permalink)
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Erfahrener Benutzer
Registriert seit: 21.01.2009
Ort: Rhl-Pf
Beiträge: 5.936
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-das ist ein Problem-fehlendes Rückgrat bei den Chefs..
ich komme mit den Patienten gut klar, schlucke aber nichts sondern
weise höflich und oft auch mit Spaß die Grenzen auf....
böse war mir bisher noch Niemand
Wir werden fürs Arbeiten bezahlt, nicht, um als Fußabstreifer dazustehen!
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