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28.01.2012, 18:20
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Umgang mit nervigen/ agressiven Patienten und Pharmavertretern Beitrag #1 (permalink)
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Benutzer
Registriert seit: 05.03.2006
Beiträge: 47
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Umgang mit nervigen/ agressiven Patienten und Pharmavertretern
mich würde mal interessieren, wie Ihr das so in Euren Praxen handhabt. In unserer Praxis tauchen immer häufiger Patienten auf, die wegen irgendwelcher Umstände, die wir nicht zu verantworten haben, aggessiv und ausfallend werden. Also hier geht es nicht um Wartezeiten oder so etwas sonder z.B, um die Praxisgebühr , ein anderer Patient sieht nicht ein , warum er ein neues Medikament bekommt oder der nächste hat ein Problem mit einer gutachterlichen Äusserung, die nicht seinem Wunsch entspricht. Klar versuchen wir es immer mit Deeskalation, haben da auch schon Trainings gehabt, aber es gibt immer wieder Patienten, die sich nicht beruhigen lassen und völlig ausflippen. Chef rufen ist schwierig, wir können ihn nicht mitten in der Untersuchung rausrufen und ich möchte eigentlich diese Dinge selbst lösen. Also , bin gespannt auf Eure Erfahrungen, Tipps etc.etc.
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28.01.2012, 18:45
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Umgang mit nervigen/ agressiven Patienten und Pharmavertretern Beitrag #2 (permalink)
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LovelyBabe
Registriert seit: 15.11.2007
Ort: Schwarzwald
Beiträge: 271
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Also ch sag ihnen dann klipp und klar daß sie mich nicht anschreien oder beschimpfen sollen, daß macht die sache auch nicht besser. STeh dafür auch auf alle fälle auf und versuche es so ruhig ich kann zu sagen. Denn wenn ich auch noch anfange zu schreien ist das nicht gut. Oder ich habe auch scon gesagt er soll wieder gehen und erst wieder kommen wenn er im stande ist normal mit mir zu reden. Lasse mir das einfach nicht mehr gefallen!
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28.01.2012, 18:57
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Umgang mit nervigen/ agressiven Patienten und Pharmavertretern Beitrag #3 (permalink)
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Erfahrener Benutzer
Registriert seit: 21.01.2009
Ort: Rhl-Pf
Beiträge: 5.936
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kenne diesen Zustand nicht...früher hatte ich mal einen neuen Patienten, der hat mich angeschrieen, war aber schizophren, sodaß man das nicht für voll nehmen konnte und: die Pat. im Wartezimmer haben mir sofort geholfen
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28.01.2012, 19:01
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Umgang mit nervigen/ agressiven Patienten und Pharmavertretern Beitrag #4 (permalink)
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LovelyBabe
Registriert seit: 15.11.2007
Ort: Schwarzwald
Beiträge: 271
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Patienten die aggressiv werden haben wir zum Glück ja nicht oft, aber hin und wieder schon, WIr haben eher freche Leute, die meinen einem bissel an der NAse rumführen zu können. Und leider viele viele Patienten die einfach psychische probleme haben. Die sind dann einfah nur anstrengend
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28.01.2012, 19:40
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Umgang mit nervigen/ agressiven Patienten und Pharmavertretern Beitrag #5 (permalink)
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Erfahrener Benutzer
Registriert seit: 19.04.2010
Ort: Baden Württemberg
Beiträge: 2.497
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Ich habe kürzlich eine Patientin rausgeschmissen... ohne Erlaubnis vom Chef.. wer sind wir eigentlich??? Manche meinen sie könnten sich alles erlauben, aber ohne mich! Ansonsten kann mich Cheffe gerne auch rausschmeissen!
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28.01.2012, 19:46
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Umgang mit nervigen/ agressiven Patienten und Pharmavertretern Beitrag #6 (permalink)
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Erfahrener Benutzer
Registriert seit: 06.01.2011
Beiträge: 189
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Da ich in der Psychiatrie arbeite, gibt es relativ häufig Patienten, die ausfallend werden. Kommt dann immer darauf an, wer es ist und welches Krankheitsbild dahinter steckt.
Deeskalationsprogramm ist klar. Auf jeden Fall sollte man bestimmt sein. Kann ich das Problem nicht selbst klären, weil es z.B. um eine Dosierung geht oder eine GA-Formulierung, lasse ich den Patienten bei mir vorne warten bis meine Chefin erreichbar ist. Will der Patient nicht warten und verhält sich weiter sehr auffällig und laut, dann verweise ich ihn auch schonmal der Praxis mit dem Hinweis, dass er sich wieder melden soll wenn er kommunikationsfähig ist.
Bei den Borderlinern hilft nur bestimmt sein und sich nicht manipulieren lassen. Manipulation ist sozusagen ein Hobby von den Borderlinern ;-).
Bei Patienten am Telefon lege ich manchmal auf mit dem Hinweis, dass sie wieder anrufen können, wenn sie kommunikationsföhig sind ;-).
Es ist grundsätzlich immer schwierig, eine allgemeine Vorgehensweise festzulegen. Freundlichkeit und Bestimmtheit ist sehr wichtig. Man muß individuell vorgehen.
Bei den klassischen 10 Euro Verweigern sage ich immer, dass nicht ich die Regeln mache und sie sich doch mit ihrer Beschwerde an die Krankenkassen und die KVen wenden sollen.
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28.01.2012, 20:39
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Umgang mit nervigen/ agressiven Patienten und Pharmavertretern Beitrag #7 (permalink)
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The Grinch
Registriert seit: 03.04.2010
Ort: zwischen den Meeren
Beiträge: 2.282
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Ich bleibe so lange es geht ruhig und gelassen, wenn mich wer anschreit, bekommt er den freundlichen aber nachdrücklichen Hinweis bitte normal mit mir zu sprechen, denn ich schreie ja schließlich auch nicht. Wenn alles nichts hilft, kann der Patient gleich wieder gehen, da stehen die Chefs auch hinter uns. Wer sich nicht benehmen kann, fliegt raus. Wir hatten aber auch schon so renitente Patienten, die wir am Gehen hindern mussten, bis die Polizei kam, weil sie den Tresen beschädigt haben, oder im Wartezimmer mit einem Stuhl über dem Kopf durch die Gegend wirbelten (war allerdings ein Psychotiker) 
Ich hab auch immer irgendwie das Gefühl, dass die Hemmschwelle auszurasten mir als Mann gegenüber deutlich geringer ist, als meinen Kolleginnen gegenüber.
Und am Telefon ist das ja nun ganz einfach, wieder ein netter aber nachdrücklicher Hinweis bitte normal mit mir zu sprechen, ich bin gerne bei der Problemlösung behilflich, aber wer dann immer noch schreit oder Worte benutzt, sie man nicht in die Abteilung "höflich" einordnen kann, der kann später erneut anrufen, meistens klappt das dann deutlich ruhiger.
Geändert von **MFA** (28.01.2012 um 20:41 Uhr)
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28.01.2012, 20:55
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Umgang mit nervigen/ agressiven Patienten und Pharmavertretern Beitrag #8 (permalink)
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Erfahrener Benutzer
Registriert seit: 21.09.2011
Beiträge: 901
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Für sowas mache ich doch kein Deeskalationstraining, das fehlte noch. Solchen Patienten sage ich in ruhigem Ton in etwa: Sie fahren bitte Ihre Lautstärke runter, sonst ist das Gespräch sofort beendet. Oder : Wenn Sie sich nicht beruhigen, dann können Sie die Tür von außen zumachen....für immer. So in etwa, da gibt es auch keine Diskussion, Gott sei Dank arbeite ich in einem Haus, wo es einen Leitzentrale mit Sicherheitsdienst gibt, die kommen dann sofort und bringen auch gerne die Polizei mit (schon erlebt). Es kommt auch immer ein Eintrag i.d. Pat.akte, wenn einer meint, er muss austicken. Dann gibt von den Ärzten auch nochmal ein "Du,du". Ansonsten wird Praxisverbot ausgesprochen: Fertig ! Wir sind uns einig, dass wir uns in unserem Gesundheitssystem nicht auch noch anschreien, anpöbeln oder sonstwie zur Schnecke machen lassen müssen!
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